MFA in Greifswald: Praxis, MVZ und Unimedizin
Worum es hier geht
In Greifswald liegen Universitätsmedizin, mehrere MVZ und viele kleine Praxen im selben Stadtgebiet. Alle suchen dieselben Leute. Für Dich heißt das: Du hast hier mehr Auswahl als fast überall sonst in Vorpommern.
Das ist keine einzelne Stellenanzeige. Wir suchen laufend medizinische Fachangestellte für Betriebe in Greifswald und melden uns, sobald eine Stelle zu Dir passt.
Wo MFA in Greifswald arbeiten
Der Beruf heißt überall gleich. Die Arbeit sieht trotzdem sehr verschieden aus. Vier Umfelder kommen in Greifswald in Frage.
Hausarztpraxis
Das breiteste Aufgabenfeld. Blutentnahme, Wundversorgung, Impfungen, Rezepte, Telefon. Du kennst die Patienten über Jahre. Wer Abwechslung mag, ist hier richtig.
Facharztpraxis
Enger zugeschnitten, dafür tiefer. In der Orthopädie röntgst Du, in der Augenheilkunde misst Du. Nach zwei Jahren kennst Du Dein Gebiet richtig gut. Ein Wechsel in eine andere Fachrichtung kostet dann wieder Einarbeitung.
MVZ
Mehrere Fachrichtungen unter einem Dach, angestellte Ärzte, eine Verwaltung im Hintergrund. Fällt jemand aus, springt eine Kollegin ein. Die Abläufe sind fester als in der Einzelpraxis. Diese Stellen sind begehrt und selten lange frei.
Ambulanz der Universitätsmedizin
Hier arbeitest Du sehr speziell, oft an einem einzigen Krankheitsbild. Du siehst Fälle, die in keiner Praxis auftauchen. Das Gehalt läuft nach Tarif und steigt mit den Jahren von allein. Dafür gibt es mehr Dokumentation und weniger Einfluss auf den Ablauf.
Diese Mischung gibt es sonst nirgends in Vorpommern. Sie sorgt dafür, dass in Greifswald häufig gewechselt wird. Wer unzufrieden ist, muss dafür nicht die Stadt verlassen.
Was Du als MFA in Greifswald verdienst
Es gibt einen Tarifvertrag für MFA. Praxen müssen ihn aber nicht anwenden. Deshalb ist die Spanne so breit. Als grobe Orientierung für eine Vollzeitstelle, keine Zusage:
| Arbeitgeber | Orientierung | Was dahintersteckt |
|---|---|---|
| Klinik und Unimedizin | Oberes Drittel | Tarif, feste Stufen, Sonderzahlung |
| Größeres MVZ | Mitte bis oben | Oft an den Tarif angelehnt |
| Einzelpraxis | Sehr unterschiedlich | Frei verhandelbar |
Frag im Gespräch drei Dinge. Zahlt Ihr nach Tarif oder nur in Anlehnung daran? Anlehnung heißt, dass Erhöhungen nicht automatisch kommen. Steigt das Gehalt mit den Berufsjahren? Ohne Stufen stehst Du nach fünf Jahren noch beim Startgehalt. Und werden Überstunden bezahlt? Sie entstehen in jeder Praxis, weil der letzte Patient nicht auf die Uhr schaut.
Der Tag zwischen Anmeldung und Labor
Viele unterschätzen, wie viel gleichzeitig läuft. Ein normaler Vormittag sieht ungefähr so aus:
- Anmeldung: Karte einlesen, Termine sortieren, Notfälle dazwischenschieben
- Labor: Blut abnehmen, Proben beschriften, Versand vorbereiten
- Assistenz: Verbände, EKG, Lungenfunktion, kleine Eingriffe vorbereiten
- Telefon: Befunde durchgeben, Rezepte annehmen, Rückfragen klären
- Abrechnung: Leistungen erfassen, damit am Quartalsende nichts fehlt
Dazu kommt die Technik. E-Rezept, elektronische Patientenakte und die Anbindung an die Telematik gehören inzwischen zum Alltag. Das lernst Du in wenigen Wochen. Ohne Geduld mit Software wird der Job aber anstrengend.
Quereinstieg als MFA: was geht und was nicht
Ehrlich gesagt: Die Berufsbezeichnung bekommst Du nur mit Ausbildung. MFA ist ein anerkannter Ausbildungsberuf. Einen kurzen Weg hinein gibt es nicht.
Ohne Abschluss möglich sind Stellen am Empfang, in der Terminvergabe und in der Abrechnung. Größere Praxen und MVZ besetzen diese Aufgaben getrennt. Wer aus dem Handel oder aus einem Büro kommt, kann dort anfangen. Alles am Patienten bleibt der ausgebildeten MFA vorbehalten.
Der zweite Weg ist die Umschulung. Sie dauert je nach Modell zwei bis drei Jahre und läuft über eine Berufsschule plus Praxis. Ob die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter das über einen Bildungsgutschein fördert, klärst Du am besten vor der Bewerbung. Die Ärztekammer sagt Dir, welche Praxen in Greifswald ausbilden dürfen.
Zurück in den Beruf nach einer Pause
Viele, mit denen wir sprechen, waren einige Jahre raus. Der Wiedereinstieg klappt fast immer, weil überall Bedarf ist. Drei Dinge solltest Du vorher klären.
Die Strahlenschutzkenntnisse. Sie müssen alle fünf Jahre aufgefrischt werden. Nach einer längeren Pause ist der Kurs fällig. Er dauert nur wenige Tage und wird oft vom neuen Arbeitgeber bezahlt.
Die Praxissoftware. In den letzten Jahren hat sich viel geändert. Sprich das im Gespräch offen an, statt es zu verschweigen. Niemand erwartet, dass Du das E-Rezept aus dem Stand kennst.
Die Notfallabläufe. Reanimation und Notfallmedikamente werden in vielen Praxen jährlich geübt. Eine Auffrischung vorab wirkt gut.
Bei den Arbeitszeiten hat Greifswald einen Haken. In kaum einer anderen Stadt der Region bewerben sich so viele Medizinstudenten auf kleine Teilzeit- und Aushilfsstellen. Bei acht oder zehn Stunden pro Woche ist die Konkurrenz deshalb groß. Bei verlässlichen Vormittagen oder halben Stellen bist Du klar im Vorteil. Feste Kernzeiten können Studenten nicht liefern.
Häufige Fragen
Ja. Der Beruf wurde 2006 umbenannt, aus Arzthelferin wurde Medizinische Fachangestellte. Dein alter Abschluss gilt weiter. Du musst nichts nachholen und nichts umschreiben lassen. Aktuell halten musst Du nur die gesetzlich befristeten Nachweise, also vor allem den Strahlenschutz.
Das hängt vom Fachgebiet ab. In der Orthopädie und in der Radiologie geht es ohne Kenntnisse im Strahlenschutz nicht. In einer Hausarztpraxis ohne eigenes Gerät brauchst Du sie nicht. Hast Du sie, musst Du sie alle fünf Jahre auffrischen. Läuft die Frist ab, darfst Du nicht mehr am Gerät arbeiten, bis der Kurs nachgeholt ist.
Sehr üblich. Viele Praxen brauchen vor allem vormittags Verstärkung, weil dann die Sprechstunde am vollsten ist. Halbe Stellen und feste Vormittage findest Du leicht. Schwieriger sind ganz kleine Umfänge unter zehn Stunden. Darauf bewerben sich hier viele Studenten.
Ja, und das passiert in Greifswald ständig. Rechne mit zwei Umstellungen. In der Praxis arbeitest Du viel breiter, machst also Anmeldung, Labor und Assistenz an einem Tag. Und das Gehalt ist Verhandlungssache, es steigt nicht mehr von allein. Nimm Deine Berufsjahre mit ins Gespräch, viele Praxen rechnen sie an.
Für ausgebildete MFA ist der Markt offen, freie Stellen gibt es fast immer. Die Frage ist eher, ob es die richtige ist. Passen die Zeiten, passt das Fachgebiet, passt das Team? Dafür lohnen sich ein paar Wochen mehr Geduld.
Wir wissen, welche Greifswalder Praxis gerade sucht
Praxen schreiben Stellen ungern öffentlich aus. Danach müssten sie Bewerbungen sortieren, und dafür hat niemand Zeit. Also fragen sie erst einmal herum. Genau dort sind wir eingebunden.
Sag uns, in welchem Fachgebiet Du gearbeitet hast, wie viele Stunden Du brauchst und ob Röntgen für Dich in Frage kommt. Wir melden uns, sobald etwas passt. Deine jetzige Praxis erfährt nichts davon. In einer Stadt dieser Größe ist das der wichtigste Punkt überhaupt.
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